Clare Goodwin
sottovoce

03.10. – 15.11. 2020


DO FR    17 – 20
SA SO    13 – 17

Sottovoce im Haus der Kunst St. Josef


Eine Stimme muss nicht schreien, um gehört zu werden.
Clare Goodwin setzt eine eindrückliche Geste in das Haus der Kunst St. Josef.

Die Abwicklung abstrakter, farbiger Formen zieht sich über alle drei Ausstellungräume hinweg. Repetitiv und sich lösend werden Kirchenschiff, Altarraum und Chor zu einer Einheit. Alle drei Räume werden in ihrem ganzen Umfang umarmt. Als ob eine gute Seele sich bemerkbar machen wollte.  

Das neu geschaffene Werk ist äusserst präsent, ja vornehm. In seiner Schönheit erhaben und wirkt gleichwohl tänzerisch und verspielt.
 



«sottovoce» ist Clare Goodwin's Folgeprojekt zu einer Serie von Wandgemälden, die die britisch–schweizerische Künstlerin seit 2019 entwicklt. Der Ausdruck «sottovoce» heisst wörtlich übersetzt «gedämpft», «leise», und impliziert das absichtliche Absenken der Stimmlage, um so die Wichtigkeit des Gesagten zu betonen. Wie in der Musik, verstärkt eine zurückgenommene Lautstärke auch beim Sprechen den Inhalt des Gesagten. Eine Stimme muss nicht lärmend laut sein, um gehört zu werden.