David Rabinowitch
Sculptures and Works on Paper

03.10. – 14.11. 2026
Vernissage 3.10.2026 um 17 Uhr

Öffnungszeiten:
DO FR  14–18
SA  13–17
& erster Sonntag nach der Vernissage 13-17

David Rabinowitch, geboren 1943 in Toronto, Kanada Gestorben 2022 in Cleveland, Ohio USA

Nach seinem Studium der Naturwissenschaften und Englischer Literatur an der Universität of Western Ontario übersiedelt Rabinowitch 1972 nach New York. Sein grosses Interesse an der Philosophie führt ihn zu seiner ihm eigenen Konstruktion skulpturaler Werke. So verknüpft er Raum, Zeit, Masse und Volumen zu einer Einheit. Seine Skulptur entsteht demzufolge mittels Zeichnung und Plan. Sie wird nicht modelliert, wird nicht behauen. Das Werk wird gemäss exakten Angaben dem Metallbauer in Auftrag gegeben, welcher David Rabinowitchs Planzeichnung in zentimeter dickem Stahl fabriziert.
Meist sind diese Teile durchbohrt, mehrere Teilsegmente mit geraden oder gekrümmten Linien zusammengesetzt. Das ausgestellte Objekt liegt direkt auf dem Boden. Dies zeugt von der konsequenten Haltung des Künstlers.
Für sein künstlerisches Schaffen hat David Rabinowitch den Begriff «Construction of Vision» geprägt.
Dazu gehört auch die Zeichnung, welche in seinem enormen Werkkomplex einen grossen Teil einnimmt. «Construction of Vision» meint einerseits die Herangehensweise des Künstlers, wie er von der philosophischen Auseinandersetzung seines bestimmten Themas den Weg zum reellen Objekt findet. Dies geschieht durch seine äusserst ernsthafte, überaus engagierte und kompromisslose Arbeit. Andererseits ist vom Standpunkt des Beobachters die Wahrnehmung eine Konstruktion des Sehens. David Rabionwitch hat sich zeitlebens mit dem Thema der Wahrnehmung beschäftigt.

Das Haus der Kunst St. Josef zeigt in Zusammenarbeit mit der Annemarie Verna Galerie eine auserlesene Kombination von Bodenskulpturen aus Stahl und filigranen Zeichnungen aus den Jahren 1969 bis 1978. Schwere Masse trifft auf fragile Linie.